Rund ums SchiffAround the world tourLogbuchBildgalerieKontakt
Logbuch

Archiv

KW31 2001

29.07.2001 - 04.08.2001

Es ist Sonntag der 29.07. und wir liegen vor Moraira in der Bucht El Rinconet und, k e i n grüßendes Murmeltier, schlafen so lange wir wollen, juhu!
Alles schön ruhig, lauschig und gemütlich. So soll es auch bleiben. Also wir erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Ansonsten wird heut nur das Nötigste gemacht und das ist Formel 1 gucken und abends SWR3 hören.
Heute wird nämlich das Interview gesendet, welches vergangene Woche Mittwoch aufgezeichnet wurde. Leider wurden die Grüße nicht gesendet, also holen wir das an dieser Stelle einfach nach und grüßen hiermit ganz lieb unsere Mamas Dorothee und Irmgard und meine zwei Brüder René und Jean-Pierre sowie unsere Freunde in Bayern!
Heute haben wir also denn ganzen Tag das gemacht, was auch auf der Startseite unserer homepage steht ... easy going.


Es ist Montag und wir gehen endlich zum Tauchen. Heute fahren wir mal mit dem Dingi zu einem Tauchplatz. Für mich das erste Mal vom Dingi aus zum Tauchen zu gehen. Es wird nur ein kurzer aber dennoch schöner Tauchgang, und das mit Fischfütterung. Wir haben in einer Tüte etwas Brot mitgenommen und das unter Wasser ausgepackt. Ruck zuck war um uns herum das große Fressen angesagt, wobei die Fische total nah kamen. Auch wenn es nur ein kleiner Tauchgang war, tauchen macht hungrig!
Zurück an Bord, die Tauchausrüstung gespült und aufgeräumt machen wir uns fertig für einen kleinen Landgang. Wir gehen nach Moraira.
Ein schönes gepflegtes Städtchen mit interessanten Menschen. In einer schmalen Gasse entdecken wir ein kleines Restaurant, hier gibt es Tapas. Einmal quer durch: gekochten Tintenfisch, gegrillter Fisch, frittierter Fisch, Krebsbeine, gegrilltes Gemüse, gekochte Kartoffeln mit feuriger Soße und Tortillia . Während des Essens haben wir auch nette Unterhaltung durch einen eigenartigen älteren Anwohner über dessen Aktivitäten wir uns köstlich amüsieren.
Zurück zum Dingi geschlendert machen wir uns auf den Weg an Bord. Dort genießen wir noch einen Schluck Wein und die schöne Ruhe.


Den heutigen Dienstag verbringen wir auch in El Rinconet. Warum auch nicht, hier ist es schön und geschützt. Und zu sehen bekommen wir auch immer was, und das täglich mehr. Auch wenn es teilweise nur völlig trottelhafte Ankermanöver sind gibt es immer was, denn langsam macht sich auch hier die Ferienzeit bemerkbar und es wird überall von Tag zu Tag voller. Die Buchten, wie wir sie von Mallorca her kennen, pumpvoll!
Apropos Mallorca. Auf Mallorca hatten wir doch für ein paar Tage Besuch, Petra und Martin aus Hildesheim waren für 4 Tage mit uns unterwegs. Das war unser „Kennenlerntörn" und nun steht sie, die Crew für unsere Transatlantiküberquerung.
Am 01.12.2001 werden wir mit den Beiden zusammen zu diesem Törn aufbrechen. Wir brechen heute auch nochmal kurz auf, wir benötigen noch ein paar Zutaten für unser Abendessen. Denn heute Abend machen zum ersten Mal eine Paella, und damit sind wir auch direkt bei unserem kulinarischen Ausflug: Paella mit Hühnerfleisch
Man nehme:
8 Hähnchenkeulen
400 gr. Paellareis
1 ½ Liter Brühe
je 1 rote und grüne Paprikaschote
Olivenöl
Paellagewürz
Die Hähnchenkeulen in einen Topf mit gut 1 ½ Liter Wasser geben, leicht salzen und pfeffern und gar kochen. Um den Geflügelgeschmack zu verstärken noch 2 Würfel Hühnerbrühe zugeben.
Von den Keulen die Haut entfernen und das Fleisch ablösen und in mundgerechte Stücke zerkleinern.
In einer hohen, breiten Pfanne mit heißem Olivenöl das Hähnchenfleisch anbraten, herausnehmen und zur Seite stellen. In diese Pfanne den Reis geben und mit der Brühe aufgießen. Nun den Reis vorsichtig gleichmäßig in der Pfanne verteilen und NICHT mehr umrühren.
Das Paellagewürz gleichmäßig darüber streuen, mit ein wenig frisch gemahlenen Pfeffer und Cayenne-Pfeffer abschmecken, und NICHT umrühren, das ist wichtig !!!
Die Garzeit beträgt insgesamt ca. 25 - 30 Min.
Ca. 10 Minuten vor Ende der Garzeit die in Würfel geschnittene Paprika und das Hähnchenfleisch auf dem Reis verteilen, und so weiterkochen lassen. NICHT umrühren!!! Wenn die Brühe komplett verdampft ist, ist die Paella fertig, dann darf man auch mal mit einem kleinen Löffel bis zum Pfannenboden durchstechen, wenn der Reis ein wenig am Pfannenboden angebacken ist, ist es perfekt.
Die Pfanne vom Herd nehmen und mit einer Zeitung abgedeckt noch 5 Minuten stehen lassen dann servieren.

Als Variation kann man auch anderes Gemüse zugeben wie z.B. Karotten, Erbsen, Tomaten oder Bohnen. Fleischvarianten können sein Hase und Geflügel gemischt oder typisch Fisch mit Meeresfrüchten. Abhängig von der Variante ist eine andere Brühe zu verwenden, oder was auch möglich ist, einfach normale Gemüsebrühe verwenden.
Das Paellagewürz ist eine fertige Gewürzmischung die sicherlich auch außerhalb Spaniens zu erhalten ist ebenso wir der Reis.
Und wie das in den Restaurants hier so üblich ist, wird gezeigt, wie das aussieht, was da alles auf der Karte steht, und genau das machen wir heute auch.
 




Mitte der Woche und heute wird mal wieder was gearbeitet. Thomas schlüpft in seinen Tauchanzug und stürzt sich ins kühle Nass um die Schiffsrümpfe und den Wasserpass zu reinigen. Ich schnappe mir Segelgarn und Nadel und steig aufs Dach um die Reffs am Segel zu reparieren, die haben sich nämlich vor ein paar Tagen verabschiedet.
Nach getaner Arbeit gibt es eine kleine Erfrischung, eine Runde planschen.
Das hat schon was, einfach drei Schritte gehen und ins Meer hüpfen. Oder morgens, direkt nach dem Aufstehen. Raus aus der Koje, rein ins Wasser, genial!
Für unseren Knut ist das natürlich nichts. Wer ist eigentlich Knut?
Was war das eigentlich für ein Bild im Logbuch der vergangenen Woche, dieser Elch? Das ist Knut, Knut der Schiffselch. Eigentlich hätten wir Knut schon längst mal vorstellen müssen. Doch es ist nie zu spät! Und das passte ganz gut zu der Sache mit SWR3, denn die haben einen Schwarzwaldelch. Vielleicht erbarmen sie sich ja und Knut bekommt bald Gesellschaft!?


Am Donnerstag Vormittag holen wir den Anker auf und lassen Moraira hinter uns. Zum Einen wird es hier langsam ungemütlich da sich die Wetterlage ändert und zum Anderen waren wir lange genug hier. Es ist total diesig und heiß, irgendwie liegt was in der Luft. Abwarten. Wetterberichte hören wir zwar immer fleißig, aber die sind hier äußerst dürftig und stimmen selten bis nie. Lassen wir uns überraschen. Wir fahren 10 Meilen in Richtung Norden nach Javea, dort ankern wir in Cala Calce. Ein schöner Platz um zu ankern, jedoch nichts für Segler die auch mal an Land bzw. in die Stadt gehen möchten. Man kommt mit dem Dingi nirgendwo rein und kann nirgendwo anlegen. Schade!


Den Freitag hätten wir eigentlich singend begrüßen können: oh what a night!
Im 1 ½ Stunden Rhythmus waren wir wach! Der Wind hat sich ständig gedreht und somit das Schiff und dann piepst leider immer wieder der Ankerwächter. Eigentlich ein gute Erfindung dieser Ankerwächter nur leider irrt sich der ab und an und es ist sozusagen falscher Alarm. Dann waren da noch 2 freche Moskitos und, lange nicht gehabt, Schwell.
Es ist der 70. Tag unserer Reise und um 07:00 Uhr holen wir den Anker auf und machen uns vom Acker. Wieder um die Ecke nach Isla de Portichol. So ganz ohne Schwell ist es hier auch nicht, aber deutlich besser als zuvor. Es gibt hier leider relativ wenig Buchten in diesem Küstenabschnitt, und bei entsprechender Wetterlage sind die wenig geschützt.
Tagsüber geht das hier und für die Nacht können wir hier sowieso nicht bleiben.
Also gehen wir ein wenig baden, hauen uns mal ne Stunde aufs Ohr, Thomas angelt ein wenig und ein bisschen dies ein bisschen das. Dann ist es an der Zeit sich um das Nachtquartier zu kümmern; Anker auf und wieder hoch in Richtung Javea. Doch diese Nacht verbringen wir auf der anderen Seite der Bucht.


Es ist Samstag der 04.08. und wir machen uns auf den Weg nach Denia.
Ja, richtig gelesen, Denia. Es geht sogar wieder in die gleiche Marina wie letztes Mal.
Das wir wieder hierher fahren hat einen guten Grund: es müssen ein paar dringende Arbeiten am Schiff gemacht werden, und das ist hier möglich. Es ist also Service angesagt!

Guten Service haben wir heute auch: Wir sind zum Abendessen eingeladen und werden sogar abgeholt! Wir treffen uns heute Abend nochmal mit der Familie Glaser, die wir Euch vergangene Woche schon vorgestellt haben, und heute gibt es ein Bild dazu.

Im Garten wird gegrillt und auf dem Balkon von Casa la Vita wird gegessen, getrunken und gelacht. Auf dem Heimweg machen wir noch einen kleinen Einkehrschwung in der Blues Bar, bekommen noch die letzten 4 Lieder einer richtig guten Band die hier live gespielt hat und somit ist für heute und diese Woche und die nächsten 3 Wochen Schluss.
 



In alter Frische in 3 Wochen wieder hier:
gleiche Welle, gleiche Stelle!
so long
Grüße von
Diana + Tom