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15.05. - 21.05.2006

Am Montag in der Früh holen wir unseren "Passagier" vom Strand ab, Kalotap ist Pastor auf der Insel Ambrym, die wir auch geplant haben anzulaufen. Er war hier auf der Insel Epi,von der er stammt, wegen einer Familienangelegenheit und er müsste für ein Boot , das ihn zurück nach Ambrym bringt, über eine Woche länger warten. So hat er uns gefragt, ob wir ihn mitnehmen können. Nun, machen wir doch gerne, auch die Früchte und das Gemüse das er von seiner Heimatinsel seiner Familie mitnehmen möchte ist kein Problem, die 3 Säcke Peanuts hat er wohl vergessen zu erwähnen. Aber die finden auch noch Platz im Cockpit und so beladen nehmen wir Kurs auf Ambrym.

  

 

  

Unterwegs machen wir noch einen Stop in der Lamen Bay, hier soll es Dugongs geben, und eine dieser Seekühe soll angeblich eine Vorliebe für das Schwimmen mit Menschen haben. Als wir dort ankern, sehen wir zwar kurz ein Dugong aus dem Wasser auftauchen, aber von der freundlichen Seekuh keine Spur. Der Dorfchef erklärt uns auch warum, das Seegras, Dugongs Lieblingsnahrung, ist hier abgegrast und so sollen sie sich ein wenig ausserhalb aufhalten. Na gut, dann erfreuen wir uns halt an den wunderschönen Schildkröten,
die hier ums Schiff paddeln.

Ambrym erreichen wir am späten Nachmittag, also setzen wir erstmal Kalotap über und verabreden für den kommenden Morgen den Transport seiner "Fracht" an Land.

Das ist dann mit vielen helfenden Händen auch schnell erledigt, der Chef des Dorfes Ranon führt uns dann herum und zeigt uns auch die langen Masken, für die dieses Dorf bekannt ist.

  

 

  

Pastor Kalotop hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, uns seiner Familie vorzustellen und uns zum Mittagessen einzuladen.
Also endet der Dorfrundgang in seinem Haus, wo wir von der Familie herzlich begrüsst werden. Leider spielt das Wetter nicht recht mit, darum verlegen wir das eigentlich im Freien geplante Essen in die Küche, wo Antoine schon mal Platz genommen hat .... er scheint Hunger zu haben..

Es zeichnet sich auch keine Wetterbesserung ab, der aktive Vulkan, den wir eigentlich besuchen wollten, ist wolkenverhangen und immer wieder schüttet es wie aus Eimern.

Also verlassen wir Ambrym und segeln zur nahgelegenen Insel Pentecost, wo am Samstag ein besonderes Ereignis stattfinden soll. Dort angekommen regnet es zwar immer noch was das Zeug hält, aber für einen kurzen Orientierungsspaziergang gibt es ja die richtge Kleidung.

  

 

 
Am Samstag hat es dann glücklicherweise aufgehört zu regnen, so kann das "Landdiving" stattfinden. Nur hier auf Pentecost wird in drei Dörfer zwischen April und Juni ein abenteuerlich aussehnder 30 Meter hoher Turm gebaut, von dem sich Jungen im Alter von 6 -26 Jahren, mit zwei um die Fussgelenke gebundenen Lianen, herunterstürzen. Nur vom April bis Juni haben die Lianen die richtige Stärke, um den Fall kurz vorm Aufprall abzufangen ( meistens ). Dagegen erscheint uns das moderne Bungee-Jumping etwas für Warmduscher zu sein.
 

  

Alle haben das Ereignis unbeschadet überstanden, unser Ziel ist am Sonntag die weiter nördlich gelegene Insel Maewo. Wir laufen die Asanvari Bay an, wie sich herausstellen sollte, ein echter Volltreffer.

Aber mehr von diesem wunderschönen Platz im kommenden Logbuch,
bis dahin............alles Gute !


Tom, Nela & Antoine